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Wie finde ich eine passende Meditationstechnik für mich?

Wer auf der Suche nach der richtigen Meditationstechnik ist, tut gut daran, sich im Vorfeld ausführlich über die Meditationsformen zu informieren, von denen er sich angesprochen fühlt. Dazu gehört auch, mit Praktizierenden zu sprechen und sich Vorträge von Exponenten anzuhören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. In zweiter Linie kann Information durch Bücher und Fachliteratur hilfreich sein. Die in der Literatur verbreiteten Pros und Kontras zu verschiedenen Richtungen und das mangelnde oder verkürzte Meditationsverständnis der Autoren können allerdings manchmal auch zur Verwirrung und Verunsicherung beitragen. Die Wissenschaft kann zur Zeit nur wenig bei dieser Entscheidung helfen, da bisher kaum erforscht ist, von welchen Faktoren es abhängt, ob die Praxis einer bestimmten Meditationsmethode erfolgreich sein wird oder schon bald wieder aufgegeben wird. Es ist auch fraglich, ob eine zuverlässige Vorhersage des Erfolgs mit wissenschaftlichen Mitteln überhaupt möglich ist. Dem Meditationsanfänger ist von einem Ausprobieren oder Mischen verschiedener Richtungen ohne kompetente Führung abzuraten. Es ist vielmehr ratsam, sich nach reiflicher Überlegung für eine Methode zu entscheiden und zunächst einmal eine Zeit dabei zu bleiben, statt gleich wieder aufzuhören, wenn es einmal unangenehm oder schwierig werden sollte. Solide Methoden sind meist in einer spirituellen Tradition beheimatet und haben in der Regel mit Disziplin, Übung, Selbsterziehung und Unbeirrtheit in schwierigem Erfahrungsterrain zu tun. Wer den meditativen Weg konsequent gehen möchte, sollte sich der Wichtigkeit einer persönlichen Betreuung und Begleitung durch einen erfahrenen Meditationslehrer bewusst sein.